DER WILDE SCHMERZ IN MIR

Der Neue ist einer von den bösen Jungs … das ist Mirjam klar, bevor sie Said kennenlernt. Der geheimnisvolle Südländer wird nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ihrer Station zugeteilt, um seinen gemeinnützigen Sozialdienst zu verrichten. Mit seinen Tattoos und der arroganten Art stößt Said bei der selbstbewussten Mirjam sofort auf Widerstand. Ein aufregendes Machtspiel beginnt. Je länger die beiden zusammenarbeiten, umso schwerer können sie sich der Anziehungskraft des anderen entziehen. Eines Tages findet Mirjam heraus, welcher schwere Schicksalsschlag Said zu dem machte, der er heute ist. Und plötzlich kennt ihr Herz nur noch eine Richtung …

AUS DEM TEXT: Als ich mich in sie verliebte, geschah das nicht laut, sondern leise. Es war wie die Fahrt auf meinem Rad durch den Wald. Ich tauchte gemächlich in die Natur ihres Wesens ein und wurde eins mit ihrem Atem, ihrem Rauschen, ihrer Kraft. Wie der Waldsee waren ihre Augen, unergründlich und tief. Sie betörte mich mit ihrem Glitzern und ihre Worte waren die sanften Wellen, die ans Ufer kamen, um zu sehen, wie stark die Erde ist, auf der wir gehen. Es plätscherte rund um uns und alles war so echt im Licht der untergehenden Sonne. Ich ging in den See, wie ich in die Liebe ging. Schritt für Schritt. Ohne Eile. Ohne Fragen. Ohne Angst. Als ich hinabtauchte auf den Grund, war sie da. Ein Wunder. Sie hatte gewartet, geduldig, wie ein ausharrender Stein. Sie vertraute auf mein Sinken und schlug über mir das Wasser zusammen wie die Flügel eines Engels. Ich ertrank in ihr, als ich endlich aufhörte, mich zu wehren.

 

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