DIE LOGE DES VERFÜHRERS

Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem attraktiven Geschäftsmann Tomaso Lombardi, dem die Wiener Damenwelt zu Füßen liegt? Die erfolgreiche Enthüllungsjournalistin Cat Nowak – bekannt als „die Katze“ – konnte ihm bislang nichts nachweisen. Nach einem anonymen Hinweis wittert sie die große Story und heftet sich wie ein hungriges Raubtier an Lombardis Fersen. Schon bald führen sie ihre Recherchen in das Umfeld der Freimaurer und sie taucht tief in die Mysterien des alten Geheimbundes ein. Akribisch folgt sie den Symbolen und Hinweisen, die ihr den Weg in das unterirdische Wien weisen. Obskure Treffen, dunkle Geheimgänge und traditionelle Rituale bestimmen Lombardis Alltag. Als ihre Informantin spurlos verschwindet, gibt es für Cat nur einen Weg, um die geheimen Machenschaften aufzudecken: Sie muss sich Zutritt zu Lombardis neugegründeter Loge verschaffen, die nicht nur Männer, sondern auch Frauen willkommen heißt. Cat stößt auf ein dicht gewobenes Netz aus Korruption, Macht und Bestechung. Wem kann sie noch trauen? Nichtsahnend, in welche Gefahr sie sich damit begibt, entwickelt die sonst so kontrollierte Journalistin Gefühle für den charismatischen Lombardi, der nicht umsonst den Ruf eines Verführers trägt.

Prickelnde Leidenschaft und atemlose Mystery-Spannung vereinen sich hier zu einem Sexy-Crime-Roman, der an die spektakulärsten Schauplätze von Wien führt.

AUS DEM TEXT: Ich tanze mit ihr … einen klassischen Wiener Walzer, bei dem sie sich vertrauensvoll meiner Führung überlässt. An ihren geröteten Wangen kann ich ablesen, wie viel Freude ihr unser Tanz bereitet. Sie lächelt unentwegt. Ihr Gesicht leuchtet. Die unglaubliche Anziehung, die uns beide in den Bann gezogen hat, geht nicht spurlos an ihr vorüber. In einer perfekten Symbiose schweben wir über das Parkett und ziehen die Blicke aller anderen auf uns. Unsere Bewegungen sind übermenschlich harmonisch. Ich habe Vergleichbares noch nie erlebt und schwelge in dem Gefühl, jeden Moment abzuheben und über das Ende des Himmels zu steigen. Wie bei einem Drachen im Wind verfängt sich alles von mir in ihrem Wesen. Meine Hand auf ihrem nackten Rücken brennt Feuermale in ihre Haut. Unsere Finger verschmelzen ineinander. Ich bin fassungslos und gleichzeitig erfasst von dem unbewussten Wissen, dass sie die Eine ist, auf die ich ein Leben lang gewartet habe. Bei jedem Tanzschritt ziehe ich sie enger an meinen Körper. Mir ist, als ob ich ihr niemals zu nahe kommen könnte. Meine Lust spannt Flügel, die in der Unerträglichkeit der Sehnsucht verbrennen. Ich bin wie von Sinnen, geblendet von Cats grünen Augen, ihrem Lächeln, dem Schwung ihres Halses, benebelt von dem Wunsch, sie zu küssen und zu lieben. Sie bewegt sich anmutig wie ein Schwan. Ihr schlanker Körper verrät, dass sie ihr Leben lang in Bewegung war. Hat sie in jungen Jahren getanzt? Ich will sie danach fragen, aber da stoppt die Musik und wir kommen atemlos zum Stehen. Ich lächle ihr zu. Sie lächelt zurück. Die Musiker spielen zum nächsten Stück auf.
»Tango?«, frage ich.
»Lieber nicht«, erwidert Cat lachend. »Der Tango lag mir noch nie.«
Sie will sich aus meinen Armen winden, aber ich lasse sie nicht los.
»Tango ist meine Spezialität«, behaupte ich.
»Meine nicht.«
»Vertrau mir.«

 

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