WORTLUST

Mia und Jan begegnen einander auf einer Weihnachtsfeier. Er ist Deutscher, sie Österreicherin. Nicht nur in ihrer Nationalität, auch in ihrem Wesen könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein. Geschickt beginnt der ambitionierte Jan, die schöne, unnahbare Wienerin zu umgarnen. Mia ergreift daraufhin die Flucht. Auf keinen Fall will sie in die Fänge dieses verführerischen Frauenhelden geraten. Jan, der es sich in den Kopf gesetzt hat, Mia um jeden Preis zu erobern, folgt ihr in die winterliche Nacht hinaus. Aus einem Abstecher zur U-Bahn wird ein Spaziergang durch das weihnachtlich leuchtende Wien, der bis zum Morgengrauen andauert. Ihr Weg führt sie an geschichtsträchtige Schauplätze und außergewöhnliche Orte. In ihren tiefsinnigen und hocherotischen Gesprächen schwingt die Lust auf MEHR mit. Am Ende ihrer Reise kommen die beiden sich so nahe, wie sie es nie für möglich gehalten hätten.

Eine weihnachtliche Novelle über die Öffnung des Herzens, das Loslassen alter Schmerzen und die Begegnung zweier Menschen, die einander mit Worten verführen und berühren.


Aus dem Text: "Ich blieb stehen und er blieb stehen und dann sahen wir uns lange an, während leichter Schneefall um uns einsetzte, als hätte er nur auf diese Szene gewartet. Es war mir zu intensiv. Dieses Suchen in seinen Augen und dieses Suchen in mir und das Finden, in dessen Mitte plötzlich ein Leuchten stand. Es war mir zu intensiv. Wir standen da, unter einer Straßenlaterne, in einer einsamen Seitengasse der Mariahilfer Straße, die steil nach unten führte und wir sahen uns an und zwischen unseren Körpern wirbelte die Energie in konzentrischen Kreisen. Ich fühlte eine Kraft, die ich noch nie in mir gefühlt hatte. Sie war stark. Und so real, dass der zarte Teil von mir erschrocken zurück in mich selbst sprang, aber der wilde Teil sprang nach vorne und befreite sich aus seinen Ketten, als hätte er sein Leben lang auf diesen Moment gewartet. Mein Blick entfesselte sich aus Jans lustvollen Augen und schweifte hoch zu dem Schild mit dem Gassennamen. Ich brauchte ein Wort. Sofort! Ich musste eines durchzählen. Ich brauchte ein Wort, an dem ich mich festhalten konnte. Ein Wort. Nur eines."

 

Erhältlich als Taschenbuch und E-Book!

 

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